Drogen im Internet
Auch wenn für viele das Internet ein täglicher Platz zum Austausch ist, gibt es auch hier genauso wie im echten Leben Inhalte und Angebote, die dein Leben oder auch das von anderen massiv gefährdet.
Vielleicht bist du schonmal auf Instagram, TikTok oder ähnlichen Plattformen auf Inhalte gestoßen, die dir etwas komisch vorkamen oder sogar, welche den Verkauf, Konsum oder das Zeigen von Drogen verherrlichen. Auch wenn genau diese Inhalte zunächst harmlos wirken, sterben ca. 2.137 Menschen im Jahr 2024 an den Folgen des Konsums illegaler Drogen (Statista: Anzahl der Drogentoten in Deutschland in den Jahren von 2000 bis 2024). Genau aus diesem Grund ist es wichtig, dass jedem Menschen bewusst ist, wie schädlich Drogen sind und welchen erheblichen Schaden diese nicht nur an Menschen anrichten können, sondern teils ganze Familien schaden können. Im folgenden Artikel erfährst du, welche Präsenz Drogen im “digitalen Zeitalter” eingenommen haben und wie von vielen diese ein fester Bestandteil des Feeds sind - keiner kommt mehr um Drogen herum.
Was bedeutet denn überhaupt “Drogen im Internet”?
Mit “Drogen im Internet” sind die Inhalte, Kontakte oder auch Angebote gemeint, die mit dem Konsum, Verkauf oder der Verbreitung von Drogen zusammenhängen. Dabei handelt es sich meist um:
- Beiträge auf Social-Media, die den Konsum / Umgang von Drogen als “cool” darstellen
- Nachrichten von fremden Personen, die dir Drogen verkaufen wollen - meist werden dafür Code-Wörter in Form von Emojis verwendet
Beispiel: “Yo Bro, ich habe hier 🥦 liegen, wenn du davon bisschen was haben willst”
- Gruppen oder Chats, in denen Drogen verkauft werden
- Webseiten oder auch Plattformen, die illegale Substanzen anbieten
- Videos oder Inhalte von Influencern, die den Konsum von Drogen verherrlichen
- Werbung für “Legal Highs” oder Vapes, von denen die Inhaltsstoffe nicht klar sind (meist aus nicht-EU-Ländern importiert)
Warum begegnet man Drogen überhaupt im Internet?
Für viele bietet das Internet einen sicheren Ort, auf denen sie sich mit Freunden oder Bekannten unterhalten und austauschen können. Laut Statistik sind die meisten Käufer von illegalen Substanzen junge Erwachsene, leider auch in nicht geringer Menge Teenager, die einfach etwas “Neues” ausprobieren möchten. Die Täter nutzen dabei die Naivität dieser Menschen aus, um daraus Profit zu schlagen. Die Opfer müssen dabei gar nicht gezielt nach Drogen suchen - solche Inhalte werden bei diesen einfach in den Feed gespült.
Dadurch erhalten die Täter die Chance:
- neue Käuferinnen und Käufer zu finden
- Drogen als harmlos oder “normal” darzustellen
- Vertrauen aufzubauen
- Menschen in Chats und Gruppen anzusprechen
- Unsicherheit, Neugier und Gruppenzwang auszunutzen
Wie kann ich mich gegen sowas schützen?
Dir sollten zu jedem Zeitpunkt die Risiken bewusst sein, denen du durch den Konsum von Drogen ausgesetzt bist - jeder Tag kann dein Letzter sein. Du weißt nie, welche Wirkstoffe in solchen illegalen Substanzen enthalten sind. Viele Drogen können dich nicht nur für dein ganzes Leben körperlich, sondern auch psychisch beeinträchtigen - das umfasst folglich Depressionen, Angstzustände oder auch am wahrscheinlichsten eine Sucht.
Daher ist auch besonders wichtig, dass du dich nicht von anderen beeinflussen lässt, die den Konsum von Drogen herunterreden oder auch als “cool” darzustellen versuchen. Drogen bieten keinen Mehrwert oder Vorteil für dein Leben!
Was kannst du tun, wenn du auf solche Inhalte stößt?
- Ganz wichtig: Lass dich von niemanden unter Druck setzen - du allein entscheidest über dich und musst niemanden etwas beweisen.
- Zeige den Inhalten, die dir auf Social-Media angezeigt werden, keine Beachtung. Umso weniger Aufmerksamkeit der Beitrag erhält, desto geringer ist die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Inhalt jemand anderem angezeigt wird.
- Wichtig für dich zu wissen: Solche Inhalte, die Drogen verherrlichen, verstoßen in den meisten Fällen gegen die Richtlinien der Plattformen oder deutsche Gesetze. Sofern du auf sowas stoßen solltest, melde gerne den entsprechenden Inhalt über unser Meldeformular auf unserer Website. Den Account zu blockieren und auf “Nicht interessiert” klicken, schenkt dem Account noch weniger Aufmerksamkeit und verringert drastisch das Risiko, dass dir solche Inhalte erneut angezeigt werden.
- Es ist nicht falsch, sich Hilfe zu holen. Das DRK (Deutsches Rote Kreuz) bietet eine Sucht- und Drogenberatung für Betroffene und Interessierte an. Es gibt nichts, wofür du dich schämen solltest.
Quellenangabe
https://drugabusestatistics.org/
https://www.mywaybettyford.de/suchtkompendium/drogenmissbrauch/
https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/gesundheit-und-praevention/suchtberatung/