Cybermobbing

Was ist Cybermobbing?

Cybermobbing bezeichnet schlicht Mobbing im Internet. Das kann über Soziale Medien, Chats, Internetforen oder auch Videospiele passieren. In welcher Form das passiert, kann von Fall zu Fall unterschiedlich sein. Manche Opfer von Cybermobbing werden beleidigt oder bedroht, von anderen werden unliebsame Bilder verbreitet, manche werden ausgeschlossen oder es werden Lügen verbreitet.

Wie kannst du Cybermobbing vorbeugen?

Um die Wahrscheinlichkeit zu senken, Opfer von Cybermobbing zu werden, kannst du einige Maßnahmen ergreifen:

 

Privates Profil:

Um sicherzugehen, dass nur ausgewählte Personen deine Beiträge sehen, solltest du, wenn möglich, dein Profil auf privat umstellen. So wird es potenziellen Mobbern schwerer gemacht, deine Bilder zu sehen und sie für Mobbing zu missbrauchen. Über eine dritte Person, die dir folgt, könnten sie trotzdem Bilder in die Finger bekommen, also überlege gründlich, wem du Zugriff auf dein Profil gibst.

Profilbild:

Da dein Profilbild auch bei privatem Profil für alle sichtbar ist, solltest du ein Bild wählen, auf dem du selbst gar nicht zu sehen oder nur schwer zu erkennen bist. Auf WhatsApp hat man in den Sicherheitseinstellungen außerdem die Möglichkeit, sein Profilbild für ausgewählte Kontakte zu verstecken.

Bushaltestellenregel:

Überlege dir vor dem veröffentlichen von Bildern oder ähnlichem, ob du ein Problem damit hättest, den Inhalt an einer Bushaltestelle im Umfeld zu sehen. Das wäre in etwa vergleichbar mit dem posten auf sozialen Medien, wo ebenfalls jeder, der vorbeikommt sehen kann, was du teilst. Diese Regel ist besonders für öffentliche Profile wichtig.

Lasse dich nicht auf Streit ein

Dich im Internet auf Streit oder hitzige Diskussionen einzulassen, könnte dich zur Zielscheibe für Cybermobbing, Spam oder sogar Doxing, also dem veröffentlichen von persönlichen Daten, werden lassen. Halte dich bei sowas also lieber raus und bleib allgemein höflich und respektvoll im Internet.

Das Recht am eigenen Bild :

Wenn du mitbekommst, wie jemand dich fotografiert oder filmt, bitte diese Person, das Material nicht zu verbreiten oder zu veröffentlichen.

Was kannst du tun, wenn du Opfer von Cybermobbing bist?

Dokumentieren

Notiere dir alle verfügbaren Informationen über Täter und Plattform, auf der das Mobbing stattfindet und mach Screenshots der entsprechenden Beiträge, am besten mit Datum und Uhrzeit. Speichere dir ebenfalls alle beleidigenden oder bedrohlichen E-Mails ab, die du erhältst.

Den Betreiber kontaktieren

Kontaktiere den Betreiber der Plattform und informiere ihn so gut wie möglich über die Vorfälle. Er ist dazu verpflichtet, eindeutig beleidigende Inhalte zu entfernen. Unter Umständen kann es auch zu einer Sperrung des Nutzers kommen. Sollten trotz allem keine Maßnahmen von der Plattform ergriffen werden, gibt es die Möglichkeit, sich an die Bundesnetzagentur zu wenden und eine Beschwerde einzureichen, die deinen Fall noch einmal überprüfen und Maßnahmen ergreifen, sollte der gemeldete Inhalt gegen deine Rechte verstoßen.

Wenn möglich Gespräch suchen

Besonders oft sind Jugendliche die Betroffenen. Der Ursprung des Cybermobbings ist häufig das echte Leben, insbesondere die Schule. Die Täter sind also häufig bekannt, obwohl sie anonym im Internet unterwegs sind. Jugendliche sollten sich in so einer Situation an ihre Eltern oder die Schule wenden. Auch die Eltern des Mobbers sollten informiert werden. Darauf angesprochen zu werden, insbesondere von Lehrern oder den eigenen Eltern, kann die Cybermobber oftmals schon dazu bewegen, mit ihren Taten aufzuhören.

Anzeige erstatten

Sollte es zu massiven Beleidigungen, Drohungen oder ähnlichem kommen, ist es möglich, dass du eine Strafanzeige aufgibst. Du solltest den Fall so gut dokumentieren wie möglich, bevor du ihn weitergibst.

Was mache ich, wenn jemand anderes Opfer von Cybermobbing wird?

Dem Betroffenen zeigen, dass er/sie nicht alleine ist

Positioniere dich klar auf der Seite des Opfers und spreche dich gegen die Aktionen der Mobber aus. Sich dem Täter anzuschließen und das Verhalten zu billigen, macht dich ebenfalls zum Mittäter. Du solltest außerdem keinesfalls anfangen, zurück zu mobben, dadurch könntest du selbst zum Ziel werden.

Beweise sichern und melden

Erstelle Screenshots von den entsprechenden Beiträgen. Es sollte dein ganzer Bildschirm darauf zu sehen sein, damit der Beweis glaubwürdig ist. Den Vorfall kannst du dann auf der entsprechenden Plattform melden. In extremen Fällen kann die Polizei informiert werden. Stelle sicher, dass das Opfer darüber Bescheid weiß und keine Angst hat, diesen Schritt zu gehen.

Wenn möglich Gespräch mit dem Opfer oder seinem Umfeld suchen

Kennst du die betroffene Person im echten Leben, kannst du das Gespräch suchen und deine Hilfe anbieten. Sollte kein Gespräch entstehen, kannst du den den nahestehenden Personen wie Eltern, Freunden oder Partnern Bescheid sagen. Es ist wichtig, dass das Opfer nicht allein dasteht.

Quellen:

 

Weitere Artikel